Was kommt.

Wolken und Licht

Jetzt ist alles was ist. 

Jetzt ist Realität. Nein, nicht vorhin, nicht nachher sondern jetzt in diesem Moment, wo Sie diese Zeilen lesen.

Wir können es mit allen Sinnen erfahren und damit sein oder uns dagegen wehren. Das, was kommt, wissen wir nicht. Es kommt erst aus der Zukunft auf uns zu (n.Nelles). Was wir haben ist eine Vorstellung oder eine Idee davon, was kommen könnte. Wir haben Befürchtungen, Hoffnungen, Wünsche, Erwartungen.

Diese Vorstellungen sind immer Illusionen, sie beruhen auf dem Erfahrungsschatz unserer Vorfahren und unserer eigenen Geschichte. Diese Zukunftsvorstellungen sind eine Spiegelung der Vergangenheit, nicht mehr und nicht weniger. Es ist das Ich-Bewusstsein der Jugend, welches uns den Weg aus der Herkunftsfamilie in ein eigenständiges Leben ermöglicht hat. Wir brauch(t)en Vorstellungen, Ideen und zielorientiertes Handeln auf der Suche nach unserem richtigen Platz. Das Denken hat uns eine Zukunft ermöglicht und dient heute noch als rettende Zuflucht. Denken gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und eröffnet Perspektiven für Entwicklung. Unser Denken fordert uns auf, die Dinge in den Griff zu bekommen und will sofortiges Handeln. Doch damit sind wir nicht mehr in der Gegenwart präsent. Wir sind aus der Realität in die Illusion gefallen. Wir folgen lieber unserer erdachten Geschichte von Vergangenheit und Zukunft als dem wahren Leben im Hier und Jetzt.

Jetzt ist alles und wir können es mit unseren Sinnen erfahren. Für diese bewusste Erfahrung braucht es keine Gedanken jedoch unerschütterliches Vertrauen. Das Jetzt ist, wie es eben ist. Erst die Angst lässt uns irgendwann dem Kreislauf von Missempfindung und Gedanken folgen. Dies ist kein Fehler, denn so haben wir bis heute unser Leben gerettet und gestaltet. Wir sind der Erfolg dieses unbewussten Vorgehens. Der Preis dafür ist jedoch ein erdachtes und gewissermaßen künstliches Leben, welches irgendwann von der Wirklichkeit des Lebens enttäuscht wird. Wir sind dann Gegebenheiten ausgesetzt, welche wir nicht mehr in den Griff bekommen und erleben Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Was wäre, wenn wir uns immer mehr diesem Jetzt hingeben, ganz dableiben und immer weniger irgendwelchen Missempfindungen, Emotionen oder Gedanken folgen?

Was wäre, wenn wir der offensichtlichen Wirklichkeit im Jetzt immer mehr vertrauen?

Was wäre, wenn unsere Entscheidungen und Handlungen aus dem gegenwärtigen Moment heraus lebendig entstehen dürfen und wir ihnen mehr vertrauen können als Worten?

Angst ist dann „nur“ noch ein Gefühl und ob wir ihm folgen müssen zeigt der gegenwärtige Moment.

Im Einklang mit sich Selbst und dem Leben.